Du möchtest gerne Babyzeichen nutzen, um ganzheitlich mit deinem Baby oder Kind zu kommunizieren? Dann leg noch heute los! Aber Vorsicht! Die Grenzen deines Kindes können leicht übergangen werden, wenn dein Ziel lautet „WIR MACHEN JETZT EINFACH BABYZEICHENSPRACHE“.

ACHTUNG GRENZEN!

Worum geht es dir wirklich? Was ist dein Ziel? Ist dein Ziel die ganzheitliche Kommunikation, dann beherzige meine 7 Dos & Don’ts und Babyzeichen werden effektiver, natürlicher und alltäglicher Bestandteil eurer Kommunikation werden.
Gib bei YouTube das Stichwort „Babyzeichensprache“ ein. Dann schau dir mehrere Videos an, in denen Babys nach Gebärden “abgefragt” werden, achte auf dein Bauchgefühl und frage dich, ist das das Ziel von Babyzeichensprache? Ist das der Sinn von Babygebärden? Möchtest du dir nur ein ausgewähltes Beispiel ansehen, dann klicke hier. Ich weiß, es ist süß und eigentlich wundervoll, wie dieses Kind gebärdet. Denn es zeigt, das Babys dies wirklich können: Mit Gebärden sprechen, noch bevor sie sich lautsprachlich äussern.
Aber es gibt sehr wenige Videos, die den eigentlichen Kern von ganzheitlicher Kommunikation erfassen. Meist geht es darum, möglichst viele Zeichen zu lernen. Diese Idee gipfelt, wie man in dem oben genannten Video sieht, oft in einer Art Abfragesituation.

Daher möchte ich dir, mein Konzept der ganzheitlichen Kommunikation ans Herz legen, dass dir bedürfnisorientierte Babyzeichensprache und ganz wichtig, das Ziel, eine gelingenden Kommunikation, ermöglicht.

1| Nutze Alltagssituationen! |DIE SPRACHBEGLEITUNG|

Nutze alltägliche Gesprächsanlässe, um Gebärden in den Alltag einzubinden. Bleib bei deinem Kind und nutze Situationen, die sich von allein ergeben. So wird es schnell selbstverständlich für dich, die Gebärden sprachbegleitend einzusetzen. Winke dein Kind mit einer einfachen Handbewegung zu dir her, während du es beispielsweise mit den Worten „Komm her, Schatz“ zu dir rufst. Mit den Worten „Wollen wir die Mütze aufsetzen?“, zeigst du ihm, indem du mit einer flachen Hand deinen Kopf berührst, lautsprachlich und sprachbegleitend mit einer Gebärde, was du von ihm möchtest.

2| Vergiss nicht zu Sprechen! |DIE LAUTSPRACHE|

Sprich in ganzen Sätzen und nutze die komplette Lautsprache, während du Gebärden benutzt. Es bringt euch nicht weiter, wenn du die Gebärden als Ersatz für Sprache ansiehst, denn für dein Kind und dich soll die Lautsprache ja weiterhin die vorrangige Kommunikation bleiben. Im Gegenteil, euer Alltag wird durch immer neue Sprachanlässe bereichert werden, wenn ihr Gebärden ganzheitlich nutzt, weil ihr diese ja dann auch aktiv in euren Alltag einfließen lassen wollt. So förderst du die Sprachentwicklung deines Kindes nachhaltig.

3| Höre auch du zu! |DAS ZUHÖREN|

Höre zu, wenn dein Kind dir etwas sagen will! Höre mit den Ohren und sehe mit den Augen, was es dir mitteilen möchte. Dazu benötigt es deine Aufmerksamkeit und dein Interesse während der Konversation, da du ihm nicht nur dein Gehör, sondern auch deinen Blick schenken musst, um entsprechend antworten zu können. Die Kombination des Hörens der Lautsprache und des Sehens der Gebärde, die dein Gegenüber nutzt, um dir etwas zu sagen, machen eure Kommunikation ganzheitlich und nachhaltig und ermöglichen überhaupt erst eine Kommunikation auf Augenhöhe.

4| Manipuliere nicht! |DIE KOMMUNIKATION|

Manipuliere nicht dein Kind. Unterbrich es nicht beim Spielen oder Reden, nur um ein neues Babyzeichen zu integrieren. Eine Buchseite umzublättern, anstatt das Kind blättern zu lassen, nur um vorführen zu können, dass es auch die Gebärde, die auf der nächsten Seite relevant ist, schon beherrscht ist nicht förderlich. Genauso wenig sinnvoll ist das Austauschen von gerade bespielten Spielsachen nur um eine Gebärde einfließen lassen zu können. Greife stattdessen einfach das Spiel des Kindes auf und integriere passende Babyzeichen, die sich aus dem Zusammenhang heraus ergeben.

5| Inszeniere keine künstlichen Situationen! |DIE NATÜRLICHKEIT|

Du musst keine Extra-Zeit einplanen, um Babyzeichen stupide mit deinem Kind zu üben. Babyzeichensprache soll euren Alltag begleiten, so wie er ist. Es ist nicht förderlich, täglich ein gewisses Pensum an Lektionen abzuarbeiten, indem du dich mit deinem Kind gezielt mit Gebärden befasst, die du auf deiner Liste stehen hast. Solche Übungszeiten sind sogar schädlich, wenn sie gerade nicht zur Situation und somit zum momentanen Interesse des Kindes passen.

6| Du kannst sofort loslegen! |DER ALLTAG|

Der Alltag bietet reichlich Möglichkeiten, Babyzeichen natürlicherweise zu integrieren. Wir gehen schlafen, wünschen einen guten Morgen, wollen etwas essen, bieten Wasser oder Milch an, wir wollen uns etwas anziehen oder raus gehen, wir fahren mit dem Auto zur Kita, Mama geht und sagt Tschüss, um nur ein paar Beispiele zu nennen, die sich völlig problemlos in einen gewöhnlichen Vormittag integrieren lassen. Dein Alltag ändert sich nicht durch Babyzeichen, außer in der Form, dass du dein Kind besser verstehst und auch dein Kind dich besser versteht.

7| Du musst dich nicht verbiegen! |DIE AUTHENTIZITÄT|

Bleib authentisch, auch wenn du Feuer und Flamme bist vor Begeisterung. Babyzeichen können euren Alltag definitiv bereichern und es ist völlig in Ordnung, wenn du dich darüber überschwänglich freust. Bleibe dennoch bei dir und geht euren eigenen Weg. Ein Lied zu singen und es mit Gebärden zu begleiten oder ein Buch vorzulesen und dabei Gebärden einfließen zu lassen, eignet sich nur, wenn es dir auch Spaß macht. Tu nur das, was du auch mit Herzblut machen möchtest, dein Kind spürt, wenn du dich verbiegst.

FAZIT
Bringe nur Gebärden ein, wenn du gerade die Aufmerksamkeit deines Kindes hast. Ansonsten spürt dein Kind, dass du die Situation künstlich konstruierst, wenn du es ständig auf Irgendetwas aufmerksam machst, was gerade gar nicht seinem Interesse entspricht.

Entdeckt dein Kind begeistert die roten Äpfel am Baum, an dem ihr gerade vorbeigeht, dann gehe darauf ein und zeige ihm deine Begeisterung für den wirklich tollen, roten, saftigen Apfel, der da am Baum hängt! Wenn du einen solchen Moment nutzt, hast du die volle Aufmerksamkeit des Kindes. Mach in dem Zuge die Gebärde für „Apfel“, indem du lustvoll ein Stück des imaginären Apfels in deiner Hand abbeißt!

Dieser besondere Moment zwischen euch beiden macht es deinem Kind überhaupt erst möglich zu lernen, weil es gerade aufmerksam ist und Interesse hat. Das ist authentisch und effektiv.
Überlade dein Kind nicht mit vielen Zeichen, sondern setze sie dosiert ein, wenn es sich gerade anbietet. Wie viele und welche Gebärden für den Anfang wichtig sind, erzähle ich dir in meinem Gratis Crashkurs. Wenn du dann noch mit Herzblut bei der Sache bist, ist es dir gelungen, Babyzeichen natürlich und alltagstauglich zu nutzen.

Ich wünsche dir nun viel Freude mit meinem Konzept der ganzheitlichen Kommunikation und den 7 Dos & Don’ts und freue mich auf deine Erfahrungen:

In welchen Situationen ist es dir bereits gelungen, Babyzeichen unter diesen ganzheitlichen Aspekten in deinen Alltag zu integrieren? Auf was achtest du, wenn du mit deinem Baby mit Gebärden kommunizierst?

👇Schau dir hier das Video zu diesem Blogbeitrag an 👇

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