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Ich möchte dich heute ermutigen, Babyzeichensprache zu lernen. Dabei ist darauf zu achten, dass du die Grenzen des Kindes nicht übergehst. Um Babyzeichensprache effektiv einzusetzen habe ich Dos und Don’ts, von denen ich dir einige mit auf den Weg geben will, für dich zusammengestellt. Es geht darum, eine natürliche und alltägliche Kommunikation zwischen dir und deinem Baby zu ermöglichen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Schau dir in einem ersten Schritt unter dem Stichwort Babyzeichensprache einige der Videos im Netz an (dieses zum Beispiel). Dein Bauchgefühl sagt dir, ob diese Inhalte wirklich das Ziel von Babyzeichensprache sind. Es gibt leider nur wenige Videos von gebärdenden Kindern, die wirklich und wahrhaftig mit Babyzeichen KOMMUNIZIEREN. In den meisten Videos rasseln sie einfach nur das Alphabet herunter oder zeigen stolz, was sie schon alles können. Dieser „Erfolg“ einer Babyzeichen-Abfrage ist sicher nicht der richtige Weg. Und ganz klar: Nicht das Ziel meines Konzeptes der Zauberhaften Babyhände.

Ich erkläre dir auf dieser Seite anhand von sieben Punkten, was zu tun oder eben nicht zu tun ist. Sie sind das Basiswissen.

1. Die Sprachbegleitung

Bleibe mit deinem Kind im Gespräch und nutze alltägliche Sprechanreize, um Gebärden zu integrieren. Diese Kommunikation sollte zu einer Selbstverständlichkeit werden. Im Zauberhafte Babyhände Onlinekurs, in dem ich die fünf Schritte erkläre, gehe ich ganz gezielt darauf ein, wie sich das im Alltag umsetzen lässt.

2. Die Lautsprache

Die Lautsprache (ganze Sätze) soll natürlich nicht vernachlässigt, sondern um die passenden Gebärden ergänzt werden. Die Lautsprache ist sehr wichtig, damit das Kind auch lernt, zu sprechen. Gleichzeitig ist es ein schöner Effekt, dass du mehr mit deinem Baby sprichst. Dies ist für die kindliche Entwicklung unverzichtbar. Ich verspreche dir, ihr werdet mit Gebärden euch sogar noch intensiver lautsprachlich unterhalten.

3. Das Zuhören

Höre zu und sprich nicht nur selbst. Das Zuhören bei der Lautsprache des Kindes und das Zusehen bei seiner Gebärde sind zwei bedeutende Punkte der Kommunikation. Ich möchte dich daher ermutigen, hinzuschauen, wenn das Kind zum Beispiel das Zeichen für Milch macht. Greife solche Babygebärden in deinem Alltag auf.

4. Die Kommunikation

In den Videos ist oft zu sehen, dass die Gebärden nicht in den Alltag integriert sind. So solltest du das Kind nicht beim Spielen unterbrechen, nur um ein Babyzeichen zu zeigen. Solche Unterbrechungen und Manipulationen sind nicht das, was ich im Rahmen von „Zauberhafte Babyhände“ vermitteln will. Es soll im Gegenteil aufgegriffen werden, was das Kind gerade spielt oder macht. So passt du die Babyzeichen der Umgebung an, nicht umgekehrt.

5. Die Natürlichkeit

Natürlichkeit und die Orientierung am Alltag entstehen nicht dadurch, dass du dich jeden Tag eine halbe Stunde mit dem Baby an den Tisch setzt und Babyzeichen übst. Babyzeichensprache läuft neben der verbalen Sprache mit, wenn du viel mit deinem Kind sprichst. Wenn du natürlich eher wenig sprichst, musst du dich bemühen, mehr im Kontakt mit deinem Kind zu bleiben. Spezielle Übungszeiten für die Gebärden sind aber nicht nötig, sondern eher hinderlich. Eine Vokabelabfrage von Babyzeichen, weder alleine zuhause, noch zum Vorführen vor der Kamera oder am Tisch mit Verwandten, ist im Sinne einer bindungsorientierte Kommunikation mit Gebärden.

6. Der Alltag

Der Alltag bietet mehr als genügend Möglichkeiten, Babygebärden in die verbale Sprache zu integrieren: winken beim Tschüss-Sagen; die Hand auf den Kopf legen beim Mütze-Aufsetzen; die Hand an die Schläfe legen beim Schlafengehen; die Finger zum Mund führen als Zeichen für Essen und vieles mehr. Der Alltag ändert sich durch Babyzeichen nicht, außer dass du dein Kind besser verstehst und umgekehrt.

7. Die Authentizität

Bleib authentisch. Das bedeutet, nicht vor lauter Begeisterung mehr Gebärden als nötig zu integrieren. Du musst nicht alle drei Minuten ein neues Babyzeichen zeigen. Dazu gehört beispielsweise auch, dass du nicht anfängst, den ganzen Tag zu singen, wenn dir das Singen nicht liegt; oder dass du plötzlich jede Menge Bücher liest, obwohl du sonst eigentlich nie eines anfasst. Es geht darum, du selbst zu bleiben. Kannst du dich tatsächlich für Bücher begeistern, ist das wunderbar und eine Bereicherung eures Alltags. Doch ansonsten merkt es das Kind, wenn du dich verstellst. Sei also mit dem Herzen bei dem, was du tust. Das gilt im Übrigen auch für den Kontakt mit anderen Menschen.

Ein Beispiel

Künstlichkeit entsteht auch, wenn du dein Kind ständig rufst oder fortwährend auf etwas aufmerksam machst, um eine Gebärde zu zeigen. Das ist nicht natürlich und überstrapaziert die Aufmerksamkeit des Kindes. So kannst du an einem Apfelbaum die großen Äpfel zeigen und die passende Gebärde machen, wenn das Kind sich bereits für diese Riesenäpfel interessiert. Ihr habt euch eure Begeisterung mit Laut und Geste gezeigt, dann gehst du weiter. Es ist dagegen nicht sinnvoll, laufend an diesem Apfelbaum vorbeizulaufen, um ständig die passenden Gebärden vorzuführen.

Fazit

Die ganzheitliche Kommunikation nach meinem Konzept mit den Dos und Don’ts bedeutet, authentisch, natürlich und alltäglich zu bleiben. Du kannst für dich Babygebärden üben, aber du musst dein Kind damit nicht überfrachten. So wirst du merken, dass eine Geste bei deinem Kind viel besser wirkt, wenn diese nicht überstrapaziert wird. Das Babyzeichen erfährt so, sparsamer und mit echter Begeisterung eingesetzt, eine größere Bedeutung und bewirkt damit einen viel besseren Lerneffekt.

Mein Service

Hast du noch Fragen, ist dir etwas unklar? Du kannst mich jederzeit gern über Facebook kontaktieren und ich werde dir deine Fragen mit Freude beantworten. Oder melde Dich zu meinem Zauberhafte Babyhände®Onlinekurs an. Dieser ist eine wunderbare Ergänzung zu meinem Buch “Zauberhafte Babyhände”.

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