Die Babyzeichensprache nach Kelly Malottke/Zauberhafte Babyhände hebt sich zwar in wesentlichen Dingen wie Zielen und Methoden im Sinne der Ganzheitlichkeit und Natürlichkeit von anderen Anbietern – wie z.B. Vivian König/Zwergensprache – ab, dennoch gibt es Gemeinsamkeiten: Da ist zum Einen das gemeinsame Ziel, einfache Gebärden und Gesten im Alltag mit Babys und Kleinkindern anzuwenden. Und zum Anderen gibt es dann noch das gemeinsame Ärgernis gelegentlicher Presseberichte oder TV-Reportagen, die eine durch nichts untermauerte Voreingenommenheit gegen frühkindliche Kommunikation mittels einfacher Gebärden erkennen lassen.

In den USA seit Jahrzehnten üblich, findet die Gebärden- unterstützte Kommunikation mit hörenden Babys und Kleinkindern zunehmend auch hierzulande mehr Freunde. Von Anhängern bejubelt, von Kritikern attackiert und von Vielen misstrauisch beäugt muss die Frage erlaubt sein, warum Eltern plötzlich anfangen, vor ihren Babys und Kleinkindern merkwürdig zu gestikulieren.

Einige Studien zur Gebärden- unterstützten Kommunikation belegen, dass die vorsprachliche Nutzung von Gebärden die Kommunikation verbessern, vielfältige differenzierte sprachliche Leistungen fördern, kognitives Verarbeiten und Speichern von Erfahrungen ermöglichen und diverse weitere positive Auswirkungen haben (Vgl. Wilken, Etta: Sprachförderung bei Kindern mit Down-Syndrom, S 76 f.). Statt dies zu erkennen und zu berücksichtigen machen sich vereinzelt Zeitungsverlage und TV-Sendungen lustig über die Eltern, die sich auf diese oder andere Weise intensiver als üblich mit ihren Kindern beschäftigen. Liest man die betreffenden Artikel oder sieht man sich die betreffenden Sendungen an, so bemerkt man vor allem eines: Durch nichts untermauerte Voreingenommenheit.

Angesichts der Tatsache, dass selbige Medien sich an anderer Stelle immer wieder gern – und dort zu Recht – darüber empören, wenn Eltern sich nicht ausreichend um Ihre Kinder kümmern, finden wir, die Autoren, es verwunderlich, wenn diejenigen Eltern, die sich liebevoll mit ihren Kleinsten befassen, mit Ihnen spielen und sich um Eltern-Kind- Kommunikation bemühen, von den besagten Medien belächelt, wenn nicht gar verspottet werden. Da scheinen die jeweils Verantwortlichen etwas noch nicht ganz verstanden zu haben. Es geht bei der Babyzeichensprache nicht um Drill oder Konditionierung, nicht um das Ausfüllen eines Tagesablaufplanes für die Jüngsten und auch nicht um das Erlernen einer „Zweitsprache“, denn frühkindliche Förderung steht hier nicht im Vordergrund, sondern soll allenfalls ein positiver Nebeneffekt sein.

Babyzeichensprache soll Spaß machen und das auf allen Ebenen. In den Kursen soll gespielt, getanzt, gesungen und gelacht werden. Mütter und Väter sollen Freude haben an der mit dem Kind verbrachten Zeit, sei es in Babygebärden-Kursen oder Zuhause. Die Kinder sollen Spaß haben an der Geselligkeit, sei es mit Gleichaltrigen in Kursen oder Spielgruppen oder mit Eltern, Großeltern, Geschwistern oder anderen Nahestehenden. Wenn sich dann noch die kleinen Erfolgserlebnisse einstellen, dass das Kind plötzlich Hunger, Durst, Müdigkeit oder anderes unmissverständlich ausdrücken kann, ohne bislang sprechen zu können, dann sollten alle Beteiligten glücklich sein und unseres Erachtens steht dann niemandem zu, darüber zu spötteln, dass diese Eltern stärker als andere gestikulieren.

Lesen Sie mehr über ganzheitliche Kommunikation mit Babyzeichensprache:

Zauberhafte-Babyhaende.de.