In diesem Interview berichtet eine kleine Familie aus Neuwied von ihren Babyzeichensprache Erfahrungen.

Erzähle kurz etwas über dich (Alter, Wohnort …) und dein Kind (Name, Alter …)

Wir wohnen in Neuwied, sind 34 und 37 Jahre alt, und unsere erste Tochter Frida ist gerade 1 Jahr alt geworden.

Wo hast du von Babyzeichensprache gehört?

Auf Babyzeichensprache bin ich eher zufällig im Internet aufmerksam geworden. Das Thema hat meinen Mann und mich sofort interessiert, sodass wir weiter recherchiert haben. Und durch das Gespräch mit einer Freundin kamen wir dann zum Kurs mit Simone.
Was genau hat dich daran fasziniert?

Zunächst einmal die Tatsache, dass die Kleinen schon ganz viel (verbal) mitteilen könnten, es aber nur anatomisch nicht geht. Mit den Zeichen gibt man ihnen dann eine Möglichkeit noch mehr zu kommunizieren (als “nur” nonverbal), die sie nutzen können, wenn sie möchten.

Welches war die erste Gebärde, die du eingeführt hast? Wie alt war dein Baby zu diesem Zeitpunkt?

Die erste Gebärde, die unsere Tochter begeistert angenommen hat, war “Milch”. Zu diesem Zeitpunkt war sie etwa 6 Monate alt. Wir hatten gerade mit Beikost begonnen und sie hat uns nachdrücklich darauf aufmerksam gemacht, dass sie viel lieber gestillt werden möchte statt zu essen. Das war für eine ganze Weile ihre wichtigste und liebste Gebärde, das Zeichen für “Essen” macht sie dagegen erst seit kurzem.
Was ist eure Lieblingsgebärde?

Das wechselt momentan je nach jeweiligem Interesse. Gerade sind Tiere für Frida sehr interessant. Deshalb steht sie gern am Fenster und macht das Zeichen für “Vogel”, wenn sie einen sieht. Oder sagt, dass wir zu den “Pferden” gehen sollen.
Hattet ihr zusammen ein ganz spezielles und besonderes Gebärden-Kommunikations-Erlebnis? Was genau war daran so besonders?

Das oben beschriebene erste Erlebnis mit der Milch war schon sehr besonders. Ansonsten ist es einfach jeden Tag unglaublich toll zu sehen, wie Frida strahlt, wenn sie uns etwas mitgeteilt hat und wir haben sie verstanden. Und wir staunen über jedes neue Zeichen, das sie plötzlich neu anwendet.

Welche Vorteile hast du für euch im Alltag entdeckt?

Frida konnte sich schon lange vor ihrem ersten Wort mit verschiedenen Zeichen mitteilen. Wir hatten das ganze als experimentelles Projekt begonnen und wollten einfach schauen, was passiert. Dass Frida die Gebärden so früh und begeistert annehmen würde, hatten wir nicht erwartet. Man spürt einfach, dass es sie wirklich glücklich, zufrieden und ausgeglichen macht, wenn sie mit uns kommunizieren kann. Inzwischen kombiniert sie die Zeichen auch mit den wenigen Worten, die sie schon spricht und bildet daraus 2-Wort-Sätze, z.B. sagt sie “Papa” und zeigt “Arbeit”.

Hast du ein Buch über Babyzeichensprache gelesen? Welches?

ja, “Zauberhafte Babyhände”.

Was genau war an diesem Ratgeber besonders hilfreich?

Besonders praktisch finde ich, dass es Ratgeber und Babyzeichen-Übersicht in einem ist. So konnte Frida auch mit blättern.

Vielen Dank Christiane für Deinen Bericht. Alles Gute für Dich und Deine Familie.